WordPress-Marktanteil 2026: Warum 37 % aller Websites auf WordPress laufen — und was das für die Wartung bedeutet
WordPress ist nicht einfach „eines unter vielen“ Content-Management-Systemen — es ist das CMS des Webs. Mit 37,11 % aller Websites weltweit liegt WordPress so weit vor allen anderen Systemen, dass kein anderes CMS auch nur in die Nähe kommt: Shopify als nächster Konkurrent erreicht gerade 5,28 %, Wix 4,51 %, Joomla 3,16 %. Wer eine Website betreibt, sollte verstehen, was diese Dominanz bedeutet — für die eigenen Möglichkeiten, aber auch für die Sicherheitslage.
Die Zahlen: So verteilt sich der CMS-Markt
Die folgende Auswertung zeigt die Top-CMS-Technologien aus 1.246 erfassten Systemen — gemessen am Anteil aller im Internet erreichbaren Websites. Wichtig zur Einordnung: Elementor (10,05 %), WooCommerce (7,98 %) und wpBakery (4,52 %) sind keine eigenen CMS, sondern WordPress-Erweiterungen — sie laufen innerhalb einer WordPress-Installation und sind deshalb in den 37,11 % bereits enthalten. Wir zeigen WordPress hier deshalb als einen einzigen Block, mit der internen Aufteilung als Zusatzinformation.
Konkret bedeutet das: Auf einer durchschnittlichen WordPress-Installation läuft mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Page-Builder oder ein Shop-Plugin. Rund 27 % aller WordPress-Sites setzen Elementor ein, weitere 22 % betreiben einen WooCommerce-Shop, und etwa 12 % nutzen den älteren wpBakery. Die deutliche Mehrheit aller WP-Sites verwendet also mindestens einen großen Page-Builder oder Shop-Layer — ein Umstand, der bei Wartung und Updates eine erhebliche Rolle spielt, weil jede dieser Erweiterungen eine eigene Update- und Sicherheitslinie hat.
Ein zweiter wichtiger Befund: Selbst Shopify, der größte WordPress-Konkurrent in der Liste, kommt mit 5,28 % nicht einmal auf ein Siebtel des WordPress-Anteils. Wix und Squarespace bewegen sich noch tiefer. Joomla und Drupal — vor 15 Jahren ernsthafte WordPress-Konkurrenten — sind heute zusammen kleiner als das WooCommerce-Plugin innerhalb von WordPress.
Was diese Marktdominanz bedeutet — die Stärken
1. Der größte Plugin-Markt der Welt
WordPress.org listet derzeit über 60.000 kostenlose Plugins, hinzu kommen geschätzt mehrere Tausend kommerzielle Premium-Plugins außerhalb des offiziellen Verzeichnisses. Praktisch jede Funktion, die eine Website benötigen könnte — von DSGVO-Cookie-Bannern über Buchungssysteme und Memberships bis zu komplexen B2B-Konfiguratoren — existiert bereits als fertige Lösung. Das senkt Entwicklungskosten enorm und bringt selbst kleine Projekte in Tagen statt Monaten online.
2. Tausende Agenturen, Freelancer und Foren
WordPress-Know-how ist breit verfügbar. Wer den Dienstleister wechseln möchte, ist nicht an einen einzelnen Anbieter gebunden. Anders als bei proprietären Systemen wie Wix oder Squarespace bleiben Inhalte, Daten und Konfigurationen portabel — sie können auf jeden Hoster, in jede Agentur umziehen. Genau diese Übertragbarkeit macht WordPress für mittelständische Betriebe und Vereine so attraktiv: Man bindet sich an eine Software, nicht an einen Anbieter.
3. Mature Open-Source-Codebasis
Mit über zwei Jahrzehnten Entwicklungsgeschichte ist die WordPress-Codebasis sehr ausgereift. Sicherheitslücken im Core werden meist innerhalb weniger Tage geschlossen, oft sogar als Auto-Update direkt auf Millionen von Installationen ausgespielt. Das gleichmäßige Release-Tempo (große Versionen 2–3 mal pro Jahr, Sicherheits-Updates dazwischen bei Bedarf) macht Planung berechenbar.
4. SEO- und Performance-tauglich
Mit den richtigen Bausteinen — schlankes Theme, passendes Caching, sauberes Markup, moderne Bildformate — erreicht WordPress problemlos die Performance-Werte, die Google für gute Rankings erwartet. Der Werkzeugkasten ist da, er muss nur bewusst eingesetzt werden — und genau das ist Wartungs- und Setup-Arbeit.
Die Schattenseite der Dominanz: Warum WordPress so oft angegriffen wird
Genau die Verbreitung, die WordPress so attraktiv macht, hat eine harte Kehrseite: Wer eine Schwachstelle im WordPress-Ökosystem findet, hat automatisch Zugriff auf Millionen potenzieller Ziele. Aus Sicht eines Angreifers ist es deutlich lohnender, einen Fehler in einem populären WordPress-Plugin zu suchen als in einem Nischen-CMS, das nur ein paar tausend Installationen weltweit hat. Bei 10,2 Millionen WordPress-Sites und 2,7 Millionen Elementor-Installationen lohnt sich der Aufwand für jede gefundene Lücke vielfach.
Konkret beobachten wir drei wiederkehrende Angriffsmuster:
- Massen-Scans nach veralteten Versionen. Bots durchsuchen täglich das gesamte IPv4-Internet nach WordPress-Installationen mit bekannten, ungepatchten Schwachstellen — bevorzugt in stark verbreiteten Plugins wie Elementor, WooCommerce, Contact-Form-7 oder gängigen SEO-Plugins. Eine Site, die einen Patch zwei Wochen ignoriert, wird gefunden.
- Supply-Chain-Angriffe. Wird das Konto eines Plugin-Entwicklers übernommen oder ein Plugin von einem schlechten Akteur aufgekauft, lässt sich Schadcode über das offizielle Update-System direkt in alle Installationen einspielen. Genau dieses Szenario wurde 2024 und 2025 mehrfach dokumentiert — auch bei Plugins mit über einer Million aktiven Installationen.
- Brute-Force gegen
/wp-login.php. Weil der Login-Pfad bei WordPress standardisiert ist, werden gestohlene Passwortlisten in industriellem Maßstab gegen jede WordPress-Site getestet, die im Netz auffindbar ist.
Verlassene Plugins als unterschätztes Risiko
Ein zweiter Risikofaktor folgt aus der schieren Menge an Erweiterungen: Nicht jedes Plugin wird dauerhaft gepflegt. Stellt der Entwickler ein Plugin ein, bleibt es zwar installiert und funktioniert oft jahrelang weiter — bekommt aber keine Sicherheits-Updates mehr. Wird Jahre später eine Schwachstelle bekannt, sind Sites mit dem verlassenen Plugin schutzlos. Ohne aktive Wartung fällt das gar nicht auf — bis der Vorfall da ist.
Warum Wartung bei WordPress kein „Nice-to-have“ ist
Die Kombination aus großer Marktverbreitung, hoher Angriffsfrequenz und vielen Drittanbieter-Plugins führt zu einer einfachen Schlussfolgerung: Eine WordPress-Website ohne aktive Wartung ist keine sichere Website — sie ist eine, deren Kompromittierung nur eine Frage der Zeit ist.
Konkret heißt regelmäßige Wartung in der WordPress-Welt:
- Updates innerhalb weniger Tage einspielen — Core, Themes und alle Plugins. Bei kritischen Lücken (CVSS ≥ 7) so schnell wie möglich, idealerweise nach Test auf Staging.
- Plugin-Bestand kuratieren — verlassene Plugins erkennen und durch aktiv gepflegte Alternativen ersetzen, statt sie weiterlaufen zu lassen.
- Backups extern — wenigstens einmal täglich, an einem anderen Ort als der Webserver, mit getesteter Wiederherstellung.
- Login-Härtung — Zwei-Faktor-Authentifizierung, individueller Login-Pfad, Brute-Force-Schutz und sinnvolle Capabilities neutralisieren die häufigsten Angriffe komplett.
- Aktives Monitoring — wer nicht weiß, dass die Site offline ist oder sich Schadcode eingenistet hat, kann auch nicht reagieren.
Diese Punkte sind keine Pflichtkür für Großkonzerne, sondern das Mindestmaß für jede WordPress-Site, die geschäftliche Bedeutung hat — vom Shop bis zur Vereinsseite. Wenn auf 37 % aller Websites WordPress läuft, ist Ihre Site mit hoher Wahrscheinlichkeit Teil dieser Statistik. Und sie ist damit Teil der Zielgruppe automatisierter Angriffe — ohne dass jemand persönlich „etwas gegen Sie hat“.
Fazit: Die 37 % sind eine Chance — wenn man sie ernst nimmt
WordPress ist 2026 nicht zufällig der Marktführer. Wer eine Website baut, profitiert von zwei Jahrzehnten Open-Source-Entwicklung, einem unschlagbaren Plugin-Angebot und der größten Entwickler-Community im Web. Genau diese Größe macht aber auch die Wartung zur Pflicht: Was so viele nutzen, wird so oft angegriffen.
Ein Wartungsvertrag, der Updates, Backups, Sicherheitsmonitoring und Notfall-Reaktion abdeckt, ist daher kein Luxus, sondern die logische Konsequenz aus der Marktposition von WordPress. Genau dafür gibt es wordpress-wartung.eu — wir kümmern uns um die Wartung, damit Sie sich auf Ihre Inhalte konzentrieren können.
Datenquelle: w3techs.com — CMS-Marktanteile aller analysierten Websites. WordPress-Block kombiniert WordPress, Elementor, WooCommerce und wpBakery, da letztere drei WordPress-Erweiterungen sind und bereits Teil der WordPress-Installationen darstellen.
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